Spuren Geflüchteter aus der DDR in Hamburg

Spuren Geflüchteter aus der DDR in Hamburg

Am 28. Juni waren wir mit unse­rem Work­shop zu Gast in Ham­burg. In der Han­se­stadt erin­nert nur wenig an die Geschich­te der DDR. Doch auch hier kamen Geflüch­te­te aus der DDR an. Die­ser Aspekt ver­band sie mit der Erfah­rung der Teil­neh­men­den am Work­sh­op­tag, die ihre Hei­mat­län­der Afgha­ni­stan, Syri­en, Iran oder den Irak ver­las­sen haben. An der Beruf­li­chen Schu­le Farm­sen berei­ten sie sich nun auf eine Aus­bil­dung oder ein Abitur vor.

The­re­sa Her­trich von der Uni­ver­si­tät Ham­burg hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, die Geschich­ten der Geflüch­te­ten aus der DDR auf­zu­spü­ren und sie mit dem For­schungs­vor­ha­ben „Orte der (Un-)Sichtbarkeit“ in Erin­ne­rung zu rufen. Sie gab den jun­gen Geflüch­te­ten an dem Ort, an dem in den 1950er Jah­ren Men­schen aus der DDR in Ham­burg anka­men, einen Ein­blick in ihre bis­he­ri­gen Ergeb­nis­se und in die Gesprä­che, die sie bis­her mit Zeit­zeu­g­in­nen und Zeit­zeu­gen geführt hat.

In dem anschlie­ßen­den Work­shop über die Tei­lung und Wie­der­ver­ei­ni­gung Deutsch­lands star­te­ten die Teil­neh­men­den daher mit eini­gem Vor­wis­sen und konn­ten Brü­cken schla­gen zwi­schen dem his­to­ri­schen Ort, den sie am Mor­gen besucht hat­ten, und den Infor­ma­tio­nen, die sie sich gemein­sam mit unse­rer Refe­ren­tin Chris­ti­na Hei­duck erar­bei­te­ten. Gemein­sam dis­ku­tier­ten sie über grund­sätz­li­che Vor­aus­set­zun­gen einer Demo­kra­tie und die Herr­schafts­me­cha­nis­men einer Diktatur.