Author: Madeleine Petschke

Das Programm des Seniorenbüros Nord auf dem schönen Gelände des GeyserHaus e. V. in Leipzig ist vielseitig: Seine Besucherinnen und Besucher nehmen an Englisch-, Computer- und Smartphonekursen teil oder treffen sich regelmäßig zum gemeinsamen Frühstück und Kulturveranstaltungen. Zusammen mit Nadja Niebrügge hatten wir am sonnigen Nachmittag des 22. März zu einer Gesprächsrunde zwischen Seniorinnen und zwei Gästen eingeladen, die von ihrer Flucht aus Syrien sowie ihrem Ankommen und Bleiben in Deutschland berichteten. „Mit welchem Gefühl verlässt man seine Heimat und wie findet man sich in der neuen zurecht?“ hatten sich die Seniorinnen gefragt. Maha und Ahmad, die vor knapp sieben...

Der internationale Frauentag war für uns ein wichtiger Anlass, einen Workshop für geflüchtete Frauen durchzuführen. Der Online-Workshop fand in Kooperation mit der Stadt Emsdetten statt. Dabei ging es vorrangig um Chancen, aber auch um notwendige Schritte, um in Deutschland beruflich Fuß zu fassen. Betont wurde allerdings ebenso, wie wichtig Bildung für ein selbstbestimmtes und gleichberechtigtes Leben von Frauen ist. Eva Kohl (Koordinationsstelle Integration und Ehrenamt der Stadt Emsdetten) unterstrich: „Nicht nur für Frauen aus anderen Kulturen sind die Themen, Bildung, demokratische Grundwerte und Teilhabe wichtig. Für uns alle sind diese Themen maßgeblich, um Vorurteilen, Gleichgültigkeit und Gewalt entgegenzuwirken.“...

Die ersten beiden Workshops im neuen Jahr fanden im Stadtteilcafé Ostend in Fulda statt. Gastgeber und Kooperationspartner war der AWO Kreisverband Fulda e. V., der dort regelmäßig Informationsveranstaltungen für Geflüchtete etablieren möchte. Am 26. Januar vermittelte unsere Referentin Dr. Evelyna Schmidt in dem Workshop „Basiswissen Deutschland“ anhand von Kultur, Kulinarischem, Sprache, Religion grundlegende Informationen über Deutschland. Die einheimischen Gäste bereicherten das Wissen um ihre Erfahrungen und Sichtweisen und kamen mit den zugewanderten Teilnehmenden ins Gespräch. Zwei Wochen später, am 9. Februar, ging es dann im vertiefenden Workshop „Alltag“ um die Bewältigung alltäglicher Situationen in Deutschland, die oftmals genau geregelt sind, was...

Viele unserer Kooperationspartnerinnen und -partner haben sich eine Fortsetzung unseres Integrationsprojekts „Mein, dein, unser Deutschland“ gewünscht. So sagte z. B. Frederik Böna, Integrationsbeauftragter der Stadt Sinsheim, über die Workshops des Teilprojektes „Orientieren“: „Gerne mehr und weitere Veranstaltungen dieser Art, sowohl Online, als auch in Präsenz! Die teilnehmenden Personen bekamen sehr viel Wissen vermittelt und hatten die Möglichkeit, lebhaft zu diskutieren. Alle wünschten sich eine Fortsetzung des Projektes!“ Und dank unserer Zuwendungsgeberin, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, können wir unser ursprünglich auf zwei Jahre angelegtes Projekt 2022 tatsächlich fortführen. Ergänzt werden unsere bisherigen Bildungsangebote „Orientieren“, „Entdecken“ und...

Aufmerksam auf unsere Gesprächsrunden wurde Sabine Weirauch vom Mehrgenerationenhaus „Miteinander – Füreinander“ in Oldenburg Ende November. Das Vernetzen von Geflüchteten und deutschen Seniorinnen und Senioren gehöre zu ihrem Alltag und mache Spaß, erklärte sie. Das Haus ist offen für alle Menschen und jedes Alter. Auf ihre kurze E-Mail folgte schnell der Rückruf unserer Projektleiterin Madeleine Petschke. Noch am selben Tag wurden gleich zwei Termine vereinbart. Am 14. und 21. Dezember begrüßten wir ab 17 Uhr gemeinsam geflüchtete Frauen, ihre Kinder sowie die Seniorinnen und Senioren aus dem Mehrgenerationenhaus und der Nachbarschaft – selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln. Während sich...

Als Raef El-Ghamri 1986 als Sohn eines Ägypters und einer Deutschen nach Deutschland kam, hatte er viele Hoffnungen. Mit dem Ziel, die Bundesrepublik zu verlassen, sei er 2015 desillusioniert aus Bayern nach Brandenburg – genauer nach Frankfurt/Oder – gekommen, erzählt er. Vor dem Hintergrund der „Flüchtlingskrise“ entschied er sich jedoch zu bleiben und arbeitet seither u. a. als Dolmetscher. Herr El-Ghamri unterstützte uns bei der Gesprächsrunde für Seniorinnen und Senioren am 15. Dezember in den Räumen der Volkssolidarität in Eisenhüttenstadt. Auf Seiten der Geflüchteten war das Interesse an einem Dialog mit den älteren Bürgerinnen und Bürgern besonders groß. Sich kennenlernen...

Sowohl unsere Referentin Lisa Beisel als auch die jungen Geflüchteten, die schon Ende September in Hamburg an einer Veranstaltung teilgenommen hatten, freuten sich über eine Fortsetzung und zwei weitere spannende Tage. Zu Beginn der Veranstaltung wurde der letzte Besuch und neue erlernten Inhalte reflektiert und noch einmal zusammengefasst. Die Teilnehmenden schilderten so viele Eindrücke, als wären sie erst gestern gewesen. „Wir haben schon so viele Stolpersteine in Hamburg entdeckt! Wir schauen jetzt immer auf dem Boden, um zu wissen, wer hier gelebt hat, um uns an die Geschichten zu erinnern!“, riefen einige jungen Geflüchtete unserer Referentin begeistert zu. „Doch wie...

Bei unserer Gesprächsrunde am 15. Dezember mit Seniorinnen und Senioren im Stadtteilcafé Ostend in Fulda berichteten uns junge Geflüchtete im Alter zwischen 13 und 17 Jahren über ihre Fluchterfahrungen und ihr Leben in Fulda. Zusammen mit Christian Völkel und Iryna Böhm vom Kreisverband der AWO hatten wir eingeladen. Mohmed und sein älterer Bruder Nafeh kamen vor sechs Jahren aus Syrien nach Deutschland und seit fünf Jahren leben sie in Fulda. Nafeh konnte sich noch gut an den Abend erinnern, als seine Eltern die Entscheidung trafen, vor dem Krieg aus ihrer Heimat zu fliehen. Ayoub, der im Stadtteilcafé arbeitet, kam mit...

Was bedeuten Solidarität, Parlamentswahlen und Verfassung und in welchem Zusammenhang stehen diese Begriffe mit Demokratie? Dies fragten sich die jungen Geflüchtete in unserem Workshop zur Zeitgeschichte von 1918 bis 1945. Zusammenhalt und Unterstützung trotz Meinungsverschiedenheiten, freie Wahlen und eine Verfassung, die unveränderliche Grundrechte beinhaltet, sichern unsere gegenwärtige demokratische Gesellschaft. In der Exkursion zur "Topographie des Terrors" in Berlin erfuhren die Teilnehmenden, was es bedeutete, während der NS-Diktatur nicht vom Staat geschützt zu werden. Die Grundrechte wurden den Bürgerinnen und Bürgern in einer Verordnung entzogen. Dies bildete die Grundlage für die aufsteigende Macht der NSDAP und die Etablierung von Schrecken und...

In Bebra, eine Kleinstadt im Nordosten Hessens, hatten wir am 10. Dezember in Kooperation mit dem neu gegründeten Verein für Kultur, Begegnung/en und internationale Verständigung (KuBiV e. V.) und dem Rehasportverein Bebra e. V. zu zwei Gesprächsrunden für ältere Bürgerinnen und Bürger mit Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind, eingeladen. Im Gemeindesaal der Evangelischen Kirche berichteten am Vormittag Rami Monakesh aus Syrien und Hoseini Amir aus Afghanistan über ihre Erlebnisse auf der Flucht, aber auch ihre Erfahrungen in Deutschland. Herr Monakesh erzählte, wie er und seine Familie vor einigen Jahren auf dem Frankfurter Flughafen ankam. Es sei schwierig, in Bebra...