Miteinander und Füreinander in Oldenburg

Miteinander und Füreinander in Oldenburg

Auf­merk­sam auf unse­re Gesprächs­run­den wur­de Sabi­ne Wei­rauch vom Mehr­ge­nera­tio­nen­haus „Mit­ein­an­der – Für­ein­an­der“ in Olden­burg Ende Novem­ber. Das Ver­net­zen von Geflüch­te­ten und deut­schen Senio­rin­nen und Senio­ren gehö­re zu ihrem All­tag und mache Spaß, erklär­te sie. Das Haus ist offen für alle Men­schen und jedes Alter. Auf ihre kur­ze E‑Mail folg­te schnell der Rück­ruf unse­rer Pro­jekt­lei­te­rin Made­lei­ne Petsch­ke. Noch am sel­ben Tag wur­den gleich zwei Ter­mi­ne ver­ein­bart. Am 14. und 21. Dezem­ber begrüß­ten wir ab 17 Uhr gemein­sam geflüch­te­te Frau­en, ihre Kin­der sowie die Senio­rin­nen und Senio­ren aus dem Mehr­ge­nera­tio­nen­haus und der Nach­bar­schaft – selbst­ver­ständ­lich unter Ein­hal­tung der gel­ten­den Coro­na-Regeln. Wäh­rend sich das enga­gier­te Team um Frau Wei­rauch um die Ver­pfle­gung küm­mer­te und um die Betreu­ung der Kin­der, lud unse­re Refe­ren­tin die Teil­neh­men­den zum Gespräch ein. Eine 84-Jäh­ri­ge erzähl­te von ihrer Flucht aus der DDR in die Bun­des­re­pu­blik. Im Alter von 15 Jah­ren, nur weni­ge Mona­te nach dem Volks­auf­stand vom 17. Juni 1953, sei sie „abge­hau­en“. Auch ihre Tisch­nach­ba­rin berich­te­te von fami­liä­ren Wur­zeln in der DDR, in Guben, Neu­zel­le und Eisen­hüt­ten­stadt. Schnell waren aber auch ande­re The­men abseits von Flucht und Inte­gra­ti­on gefun­den. Wel­che Geschich­ten erzählt man sich in den Fami­li­en seit Genera­tio­nen? Wel­che Kose­na­men hat­te man wäh­rend sei­ner Kind­heit und Jugend? Aus wel­chen Grün­den darf man von der Fami­lie nachts um 3 Uhr geweckt wer­den? Wie sieht der per­fek­te Sams­tag aus? Was wür­de man ger­ne noch ein­mal im Leben machen? Wel­che Fes­te sind beson­ders in Erin­ne­rung geblie­ben? Über die­se und vie­le ande­re Fra­gen kamen unse­re Teil­neh­men­den in gemüt­li­cher und ent­spann­ter Atmo­sphä­re ins Gespräch. „Es hat Spaß gemacht und ich kom­me ger­ne wie­der“, sag­te eine Teil­neh­me­rin bei der Verabschiedung.